Psychotherapie

Probleme lösen

Psychotherapie dient der Überwindung von psychischen und psychosomatischen Problemen. Psychische Belastungen gehören heutzutage zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen – sie sind in unserer Leistungsgesellschaft so „normal“ wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Rückenprobleme.

Fundierte psychologische und medizinische Forschung bestätigt seit Jahrzehnten immer wieder die Wirksamkeit von Psychotherapie bei einer großen Bandbreite von Problemen.

Gründe für eine Psychotherapie

Typische Gründe, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen, sind z.B.:

  • Depressionen, Niedergeschlagenheit, Energielosigkeit, Burn-out und Stressbelastung
  • Ängste, Panikattacken, Phobien
  • Mobbing
  • Schwierigkeiten im Kontakt mit anderen Menschen wie Unsicherheit, Einsamkeit, soziale Ängste oder Konflikte
  • Emotionale Probleme wie Wutanfälle, Unausgeglichenheit, Traurigkeit und Stimmungsschwankungen
  • Problematischer Umgang mit Alkohol, Drogen, Medikamenten und anderen Suchtmitteln
  • Belastungssituationen, Trauer, Trennung, belastende Lebensveränderungen
  • Schlafstörungen
  • Sexuelle Probleme, Beziehungsschwierigkeiten, Familienprobleme

Hilfreiche Veränderungen

Generell lassen sich durch Psychotherapie viele positive Veränderungen erzielen – die natürlich für eine individuelle Therapie nicht garantiert werden können:

  • eine Lösung aktueller Probleme
  • höhere Lebensqualität und eine deutliche Verminderung der eigenen Belastung
  • eine Klärung und Verbesserung von privaten oder beruflichen Beziehungen
  • ein höheres Energieniveau, mehr Motivation in Freizeit und Beruf
  • Stressabbau und ein verbesserter Umgang mit schwierigen äußeren Umständen
  • Klarheit, Entscheidungsfähigkeit, Kreativität
  • Gelassenheit und Ausgeglichenheit
  • Resilienz gegenüber psychischen und psychosomatischen Beschwerden

Gruppentherapie

Vorteile von Gruppentherapie

In einer Gruppentherapie können die Teilnehmenden sowohl von der Berufserfahrung und Fachkenntnis des Therapeuten als auch von der gelebten Erfahrung und gegenseitigen Unterstützung der anderen Teilnehmenden profitieren. Die geteilten Lebenserfahrungen wirken auf andere Art unterstützend und können andere Perspektiven hervorbringen als die Beiträge des Therapeuten. Geteilte Lebenserfahrungen sind etwas anderes als therapeutische Berufserfahrung und Ausbildungshintergrund und die Kombination aus beidem in einer Gruppentherapie ist besonders hilfreich. In einer Gruppentherapie, wie ich sie anbiete, werden nicht nur Probleme besprochen, sondern es können gerade auch die eigenen Ressourcen und Fähigkeiten wieder herausgearbeitet und gestärkt werden. Dies hat sich als besonders unterstützend und hilfreich bewährt. Sowohl die eigenen Ressourcen als auch ungünstige Muster können im Gespräch mit Anderen klarer werden. Durch die respektvollen und unterstützenden Rückmeldungen “normaler” Menschen wird auch die Übertragung von Erkenntnissen aus der Therapie in den Alltag erleichtert. Besonders hilfreich ist eine Gruppentherapie deshalb auch nach einer vorangegangenen Einzeltherapie, wenn sich deren Umsetzung in Fühlen und Handeln noch als schwierig erweist oder es zu einem Rückfall gekommen ist.

Selbstbestimmung

Systemisch orientierte Gruppentherapie bietet einen geschützten, wertschätzenden Raum, in dem alle unterschiedlichen Sichtweisen und Bedürfnisse der Teilnehmenden ihren Platz haben. Niemand wird in irgendeiner Form zu etwas gedrängt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestimmen jederzeit selbst, welche ihrer Themen, Fragen und Erfahrungen sie einbringen möchten und welche Anregungen sie aufnehmen möchten – und welche nicht. Ich achte dabei als Therapeut auf einen klaren und respektvollen Rahmen gegenseitiger Unterstützung und gebe Informationen und Anregungen aus meinem Erfahrungs- und Ausbildungshintergrund.

Schneller zur Therapie

Da in Gruppen mehr freie Plätze entstehen als bei Einzeltherapien, können oft vergleichsweise kurzfristig Gruppentherapieplätze angeboten werden. Gruppentherapien bei mir sind aktuell am Standort Schildow möglich.

Ist eine Gruppe das Richtige für mich?

Eine Gruppe und die Teilnehmenden müssen zueinander passen. Ist ein freier Platz in einer Gruppe in Aussicht, klären wir gemeinsam die Passung der Gruppe zu Ihren Anliegen und Ihrer Situation in einem oder mehreren Vorgesprächen.

MindDoc

Versicherte einiger gesetzlicher Krankenkassen sowie Privatversicherte können unter Umständen eine Online-Therapie mit kurzen Wartezeiten bei MindDoc erhalten. Ich biete in Schildow MindDoc-Erstgespräche an, zur Klärung, ob MindDoc für Sie eine Möglichkeit ist. Zeigt sich, dass MindDoc nicht geeignet ist, klären wir, ob ich Ihnen etwas anbieten kann oder ob eine andere Unterstützung sinnvoller wäre. Die Therapien bei MindDoc werden nicht von mir, sondern von anderen qualifizierten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten angeboten, die Erstgespräche führe ich durch. Sie können ein MindDoc-Erstgespräch hier buchen. Wenn Sie das Erstgespräch bei mir buchen möchten, geben Sie dort in die PLZ-Suche einfach 16552 ein und buchen dann einen Termin in meiner Praxis in Schildow.

Ablauf

Vertrauensverhältnis

Psychotherapie bietet ein geschütztes Vertrauensverhältnis. Der Therapeut nimmt sich Zeit zuzuhören. Psychotherapeut:innen unterliegen einer gesetzlichen Schweigepflicht, die z.B. auch gegenüber Angehörigen und dem Arbeitgeber gilt.Eine Vertrauensbasis zum Therapeuten kann manchmal gleich in einem ersten Gespräch gegeben sein. Oft entwickelt sie sich aber auch erst im Laufe mehrerer Gespräche. Man kann gleich intuitiv entscheiden, ob die „Chemie“ stimmt, oder sich dafür einige Gespräche Zeit lassen.

Individuell

Psychotherapie sollte auf das Befinden und auf die individuelle Situation der Klientin oder des Klienten abgestimmt sein. Die Therapeutin oder der Therapeut sollte sich einlassen, gut zuhören und sich dann auch aktiv beteiligen. Ich bespreche mit Ihnen, was sich aus der Erfahrung heraus für Ihre Themen bewährt hat und wir stimmen das Vorgehen gemeinsam ab.

Alltagsnah

Wichtig ist die Übertragung der Ergebnisse der Therapie ins Fühlen und Handeln im Alltag. Dieses geschieht teilweise automatisch, teilweise braucht es dazu zusätzliche Schritte. In der Therapie werden diese Schritte Schritt für Schritt gemeinsam entwickelt.

Therapeutisches Vorgehen

Das Vorgehen in der Therapie wird sowohl durch die persönliche Haltung der Therapeutin oder des Therapeuten als auch durch die angewendeten Therapieverfahren bestimmt..Eine große Bandbreite an Erfahrung und Ausbildungshintergründen ermöglicht die passgenaue Auswahl von Vorgehensweisen. Ich arbeite mit Verhaltenstherapie, Systemischer Therapie und modernen hypnosystemischen Methoden, die sich als besonders hilfreich bewährt haben.

Häufige Fragen

"Bringt Psychotherapie überhaupt etwas?“
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Psychotherapie wird seit Jahrzehnten wissenschaftlich erforscht und ihre Wirksamkeit ist immer wieder eindeutig belegt worden. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis sind sich einig darüber, dass Psychotherapie ein wirksames Verfahren zur Linderung und Heilung psychischer Beschwerden ist. Auch die persönlichen Erfahrungen vieler Klientinnen und Klienten zeigen, dass sie von einer Psychotherapie profitiert haben und froh sind, diesen Schritt ausprobiert zu haben.
"Wie sollen mir denn Gespräche helfen, das verändert doch nichts!“
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Wie andere Probleme auch, lassen sich psychische Probleme gezielter lösen, wenn man sie mit einer fachkundigen Person gemeinsam angeht. Ein ausgebildeter, neutraler Psychotherapeut kann die Situation nicht nur aus einer menschlichen, sondern auch aus einer fachkompetenten Perspektive einschätzen und seit Jahrzehnten bewährte Methoden zur Problemlösung anbieten.
"Liegen die Ursachen nicht im Gehirn?“
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Alles Denken, Fühlen und Handeln geht einher mit bestimmten Gehirnaktivitäten. Die moderne Hirnforschung zeigt, dass das Gehirn sowohl durch Medikamente beeinflusst werden kann als auch durch Psychotherapie. Durch Psychotherapie hervorgebrachte Veränderungen sind sogar oft stabiler als durch Medikamente bewirkte. Die moderne Hirnforschung belegt, dass das Gehirn nicht in einer Art Einbahnstraße die Psyche bestimmt, sondern dass die Psyche auch auf das Gehirn einwirkt. So führen durch Psychotherapie erzielte Veränderungen nachweislich zu positiven Entwicklungen bei Gehirnprozessen und Gehirnchemie – was sich dann wiederum positiv auf das psychische Befinden auswirkt.
"Muss man Medikamente nehmen?“
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Über bestimmte Medikamente, die sogenannten Psychopharmaka, die nur von Ärzten verschrieben werden, lassen sich Veränderungen in der menschlichen Psyche erreichen. Viele Klientinnen und Klienten bevorzugen aber eine selbstwirksam erzielte Veränderung statt einer rein medikamentösen, auch um Nebenwirkungen zu vermeiden. Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass Psychotherapie bei einer großen Bandbreite psychischer Probleme wirksam ist. Oft ist dabei keine medikamentöse Behandlung nötig. Besteht bereits eine medikamentöse Behandlung, kann es sinnvoll sein, ergänzend eine Psychotherapie durchzuführen, um positive Veränderungen langfristig zu stabilisieren. Dies kann dann auch die Möglichkeit eröffnen, Medikamente wieder zu reduzieren und abzusetzen, wenn dies gewünscht ist.
"Brauche ich eine Therapie?“
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Vielleicht denken Sie sich: „Anderen geht es doch noch viel schlechter“, „Ich bin doch nicht verrückt“ oder ähnliches. Beschwerden wie Depressionen oder Ängste haben auch tatsächlich nichts mit „Verrücktheit“ zu tun und sind heutzutage - leider - etwas völlig Normales. Solche Probleme lassen sich mithilfe von Psychotherapie gut bearbeiten. Ich sehe das sehr pragmatisch: Wenn ich meine kaputte Heizung nicht selbst repariert bekomme, beauftrage ich einen Installateur - wenn ich mit meinen psychischen oder zwischenmenschlichen Schwierigkeiten nicht weiterkomme, suche ich mir einen qualifizierten Psychotherapeuten.
"Muss ich mein Innerstes nach außen kehren?“
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Nein. In einer Therapie entscheidet man selbst, was man von sich erzählen möchte und zu welchem Zeitpunkt, und was vielleicht auch gar nicht. Psychotherapie funktioniert sehr gut, auch wenn der Therapeut nicht alles weiß. Es kann auch wichtig sein, sich Zeit zu lassen, die Therapeutin oder den Therapeuten besser kennen zu lernen, bevor man entscheidet, was man ihm anvertrauen möchte.
"Was macht einen guten Psychotherapeuten aus?“
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Ein Psychotherapeut sollte eine fundierte psychologische und psychotherapeutische Ausbildung haben, am besten in mehreren therapeutischen Verfahren. Dann sollte er wertschätzend und respektvoll mit seinen Klientinnen und Klienten umgehen. Wichtig ist auch die transparente Vermittlung von Informationen über das psychotherapeutische Vorgehen und die respektvolle Beantwortung aller Fragen. Weiterhin sollte sich ein guter Psychotherapeut engagiert für die Anliegen seiner Klientinnen und Klienten einsetzen und ein fachkompetentes, individuell abgestimmtes Therapieangebot machen. Und wenn er dann noch Humor hat – umso besser!